61. Anderl-Hinterstoißer-Gedächtnislauf

 Ein geniales Wochenende ist leider schon wieder vorbei. Bei phantstischen Witterungsbedingungen, sommerlicher Temperaturen (25 °C !!!) und idealen Streckenverhältnissen, ging am 8. April 2018 der mittlerweile schon 61. Anderl-Hinterstoißer-Gedächtnislauf über die Bühne.

Bei den Damen konnten die Mädls vom Team Cafe Weinmüller/Maloja (Hermine Bögl, Betti Eder und Steffi Böhler) den Sieg überlegen für sich verbuchen. Platz 2 ging an deren "Schwester-"Team Cafe Weinmüller/Bioteaque vor den drittplatzierten Lokalmatadorinnen vom SK Bad Reichenhall.

Die allgemeine Klasse dominierte das Team Cafe Weinmüller/Maloja 1 (Toni Strehhuber, Sebastian Reiter und Lucas Bögl) mit einem Vorsprung von gut 1 Minute auf die 1. Mannschaft vom SC Jettenberg. Platz Drei ging wieder an die starke Truppe vom Reiter Hans und zwar an das Team Cafe Weinmüller/Bioteaque.

In der Mixed-Klasse machte die Weinmüller-Kombo den Titel-Hattrick perfekt. Der Sieg ging hier an das Team Cafe Weinmüller/Maloja 3 (Markus Moderegger, Philipp Herold und Johanna Schäfer). 

 

Detaillierte Ergebnisse findet Ihr in den nachfolgenden Listen.

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Fernsehbericht in Blickpunkt Sport

 

Heuer hat auch ein Kamerateam des Bayerischen Rundfunks das Geschehen rund um den 'Hinterstoißer' begleitet. Hier könnt Ihr Euch den Bericht nochmal anschauen.

Vielen herzlichen Dank dem Tobi Barnerssoi und seinem Team für den tollen Beitrag.


Hinterstoißer-Jubiläum bei unfassbaren 29 Grad

Tradition pur: 60. Ski-Dreikampf mit tollen Bedingungen auf der Reiter Alpe – Zwei nordische WM-Teilnehmer am Start

  

 Von Hans-Joachim Bittner und Petra Mayr

  

 

BAD REICHENHALL   Der 60. Anderl-Hinterstoißer-Gedächtnislauf sollte freilich etwas ganz Besonderes werden. Schließlich kam den Organisatoren vom Ski-Klub Bad Reichenhall (SKR) im Vorfeld schon öfter der Gedanke, mit dem Sechzigsten aufzuhören. „Schließlich wird die Sache mit dem Schnee nicht einfacher“, so 2. Vereinskassiererin Petra Mayr. Letztlich sollte das Wetter passen, genug Mannschaften zum erschwerten und traditionellen 11.01 Uhr-Start erscheinen und die Lawinenlage eine sichere Durchführung erlauben. In diesem Jahr hat wieder einmal alles perfekt gepasst. Als Streckenchefs fungierten Hans Weber (1. Abschnitt), Stefan Häusl (2.), der auch die 17 Pflichttore der Abfahrt setzte, und Hermann Votz (3.). 

 

Seit 1948 ist der SKR Ausrichter des Hinterstoißer-Laufs auf der Reiteralpe – oder wie die Einheimischen eher sagen „auf da Reitaoim“. Der Verein hält mit der Dreier-Staffel das Andenken an sein ehemaliges Mitglied Andreas Hinterstoißer aufrecht, der durch das Drama 1936 in der Eiger-Nordwand traurige Berühmtheit erlangte. Der erste Läufer hat nach dem Start an der Scharte unterhalb des Wagendrischlhorns (2257 Meter) zunächst eine Abfahrt in unpräpariertem Gelände und anschließend den Gegenanstieg zum Plattlkopf zu bewältigen. Dort übergibt er an den Abfahrer, der eine mit Richtungstoren ausgeflaggte abfahrtsähnliche Piste durch die Steinberggasse meistern muss. Nach einem rasanten Zielschuss reicht der Staffel-Zweite den imaginären Teamstab im Reitertrett an den Langläufer weiter. Auf der Almfläche im Bereich der Alten und der Neuen Traunsteiner Hütte hat dieser eine klassisch präparierte Rundstrecke zu bewältigen.

 

Aufgrund der Einmaligkeit dieses Wettbewerbs, der sportlichen Herausforderung und nicht zuletzt aufgrund des geselligen Hüttenabends am Vorabend des Rennens finden sich Jahr für Jahr zahlreiche Teilnehmer und Zuschauer an der Neuen Traunsteiner Hütte ein, in deren Bereich auf 1560 Metern das Ziel eingerichtet ist. Traditionell findet der „Hinterstoißer“ am ersten April-Sonntag statt – außer Ostern fällt auf den selben Tag, dann wird der Lauf um eine Woche nach hinten verlegt. 2018 wird dies der Fall sein, der 61. Hinterstoißer steigt nächstes Jahr am 8. April.

 

 

Sonne konnte „Panzer“ nichts anhaben

 

Das Organisationsteam machte sich einmal mehr eine Woche vor dem Rennstart bei bestem Wetter auf, um die Schneelage zu inspizieren. Die meisten hatten die Befürchtung, dass das wichtige Weiß nach diesem Winter nicht mehr ausreichen würde, um einen ordentlichen Lauf anbieten zu können. Umso mehr Erstaunen herrschte, als die Verantwortlichen sahen, dass auf am Veranstaltungsgelände noch echter Winter herrschte. Die Originalstrecke ab dem Wagendrischlhorn sah gut aus, lediglich an der Langlaufspur auf dem Hochplateau musste gebastelt werden. Zu viele freie Latschen, der Schnee teilweise geschmolzen oder zu tieffirnig, die Gruben und Löcher nicht gefüllt, die Sonne hatte bereits ordentlich gearbeitet. Wie würde die Lage zudem nach einer weiteren warmen Woche aussehen? Es blieb spannend. Vorteilhaft waren die jüngsten Niederschläge, es regnete bis auf 2000 Meter. Das war gut so, ansonsten hätte der Neuschnee die Altschneedecke „zermürbt“. Die Nächte waren oben kalt, der Restschnee gefror – diesem „Panzer“ konnte die letzte Woche mit bereits einigen Sommertagen nur stellenweise etwas anhaben.

 

Und so avancierte der Hinterstoißer tatsächlich zu etwas ganz Besonderem: Toller Schnee auf der Originalstrecke von ganz oben, blauer Himmel mit weißen Schönwetter-Wolken, genug gemeldete Teams und kaum zu glaubende 29 Grad in der Spitze. Die gute Stimmung in der Traunsteiner Hütte bei bester Bewirtung durch Maresi Herbst und Tom Krüger, die das Haus extra aufsperrten, rundete den Bewerb bereits am Vorabend unter anderem mit einem Tischkraxl-Wettkampf ab. Der Reichenhaller Künstler Helmut Erben unterstützte das Rennen mit einem speziellen Design: Allen Teilnehmern konnten bedruckte Stirnbänder und speziell verzierte Urkunden zum 60. Wettkampf-Geburtstag überreicht werden.

 

 

Firn zum richtigen Zeitpunkt

 

Für den frühmorgendlichen Anstieg zum Plattlkopf und Wagendrischlhorn waren Harscheisen gefragt. Mit Jonas Dobler und Andi Katz kamen erneut zwei nordische WM-Teilnehmer zum Start, beide halfen den Konkurrenten noch beim Wachseln und untermauerten damit das familiäre Ambiente der Veranstaltung. Und Steffi Böhler, Mitglied der deutschen Langlauf-Nationalmannschaft, sah sich den Hinterstoißer als Betreuerin mit an – und befand ihn für höchst interessant. Die Abfahrt präsentierte sich stellenweise sehr hart und schnell, es musste der Mittelweg zwischen Vorsicht und Wettkampftempo gefunden werden. Die Bergwacht half sofort, kleinere Blessuren zu behandeln. Gegen gebrochene Bindungen war dagegen freilich kein Kraut gewachsen. Die Langläufer waren von der „Loipe“ begeistert, da die klassische Spur optimal zum richtigen Zeitpunkt auffirnte.

 

Gewonnen hat das Maloja-Weinmüller-Team mit Anton Strehhuber, Hans Reiter und Andi Katz in enorm starken 36:06 Minuten. Auf Rang 2 reihte sich die beste heimische Crew vom SC Jettenberg mit Martin Leitner, Christian Bauregger und Wasti Wimmer in 37.06 ein – sie hatten noch vor kurzem beim 6. Ski-Tri des SV Marzoll ihren Debütsieg im Heutal gefeiert. Hinterstoißer-Bronze sicherte sich das Team „Café Weinmüller“ mit Stephen Lickefett, Simon Kastenhuber und Langlauf-Profi Jonas Dobler in 39:13. Die Damen-Wertung gewannen die „157-Jährigen“ des Reichenhaller Ski-Klubs: Petra Mayr, Gaby Dengler und Sabine Weber, 51:56 Minuten.

 

Bei der Siegerehrung im Reichenhaller Gasthaus Bürgerbräu am Abend waren einmal mehr die „alten Hasen“ der früheren Läufe anwesend: Karl Wieser und Hans Reiter, beide Jahrgang 1930. Der gleichnamige Sohn von Hans Reiter aus Siegsdorf sprach dankende Worte an die Organisatoren, heizte die Stimmung auf und brachte die Verantwortlichen, Ziel-Auswerter Sepp Ringlstätter und Wettkampfleiter Stefan Häusl dazu, bereits „vom 61. Lauf im nächsten Jahr“ zu sprechen. „Macht‘s viel Werbung, um den SKR bei der Weiterführung des Hinterstoißer zu unterstützen“, forderte Reiter die Skisportler auf. Denn der Lauf mache nur Sinn, wenn mehr Teilnehmer, als Helfer kommen – schließlich benötige der Hinterstoißer mindestens 35 Unterstützer. Diesmal waren es 57 Teilnehmer, die 17 Mannschaften bildeten, darunter zwei Damen-Teams.

 

Der Dank ging an die Bergwacht, die Gemeinde Piding, die einmal mehr ihren Skidoo zur Verfügung stellte, die Helfer der Oberjettenberger Seilbahn, zahlreiche Sponsoren und Freunde des Vereins, die mit Sachspenden halfen. Für die Sieger gab es Pokale, Wein, Sekt und das obligatorische Wettkampf-Brot mit aktueller Aufschrift. Die SKR-Jury entschied, den stattlichen Laib heuer Hans Reiter zu überreichen.

 

Ergebnisse 2017


59. Auflage des Anderl-Hinterstoißer-Gedächtnislaufes am 3. April 2016

 

BAD REICHENHALL (RiSe)Am ersten Aprilwochenende traf sich eine stattliche Anzahl an Skisportlern auf der Reiteralm, um beim Anderl-Hinterstoißer-Gedächtnislauf die Saison ausklingen zu lassen. Mit dieser Traditionsveranstaltung will der Skiklub Bad Reichenhall seinem ehemaligen Mitglied Andreas (Anderl) Hinterstoißer ein würdiges Andenken bewahren. An dem Wettbewerb beteiligen sich Dreierteams, bestehend aus einem Skitourenrennläufer, einem Abfahrer und einem Langläufer im klassischen Stil. Bei schon frühlingshafter Witterung sarteten bei diesem außergewöhnlichen Rennen heuer insgesamt 15 Mannschaften, darunter 4 Damenteams.

 

Bereits am Vortag des Rennens waren viele Helfer und Teilnehmer unterwegs, um die Strecken in einen renntauglichen Zustand zu bringen. Man muss dabei bedenken, dass die Veranstaltung in hochalpinem Gelände auf einer Höhe zwischen rd. 1.600 m und 2.200 m stattfindet und dort eine Streckenpräparierung mit maschineller Hilfe kaum möglich ist. Lediglich zur Vorbereitung der Langlaufspur kann ein Motorschlitten genutzt werden. Insbesondere das Anlegen des Kurses für die Abfahrer erfordert dagegen umfangreiche Frauen- und Männerkraft. Die Piste wird ausschließlich mit Ski eingetreten und glatt gerutscht. Trotz dieser schwierigen Umstände ist es aber wieder gelungen, eine faire Wettkampfstrecke bereitzustellen.

 

Nach getaner Arbeit trafen sich alle zum geselligen Teil auf der Neuen Traunstein Hütte, wo die Wirtsleute Maresi Herbst und Tom Krüger für eine hervorragende Verpflegung sorgten. Hier werden unter den Teilnehmern, Betreuern und Veranstaltern auch immer wieder alte Freundschaften gepflegt und neue geschlossen. Besonders zahlreich vertreten war diesmal – neben den Nachbarvereinen aus Jettenberg und Marzoll – auch das Cafe Weinmüller aus Siegsdorf. Dessen Inhaber Hans Reiter, früher selbst erfolgreicher Langläufer und Biathlon-Trainer, versteht es bestens, seine jungen Athleten für den Hinterstoißer-Lauf zu begeistern und schickt regelmäßig mehrere Teams – diesmal drei an der Zahl – an den Start.

 

Der nächste Tag überraschte mit außergewöhnlich warmen Temperaturen schon am frühen Morgen. Teils in kurzen Hosen und im T-Shirt machten sich die Teilnehmer auf den Weg zu den jeweiligen Starts. Pünktlich um 11:01 Uhr schickte der Wettkampfleiter Stefan Häusl den ersten Läufer ins Rennen. Die weiteren Starter folgten im Abstand von jeweils einer Minute.

 

Bedingt durch die nicht mehr ganz geschlossene Schneedecke im oberen Bereich der Abfahrtsstrecke, entschlossen sich die verantwortlichen Organisatoren kurzfristig zu einer Streckenänderung. Der eigentlich an der zweiten Position startende Abfahrer eröffnete auf einer etwas verkürzten Strecke durch die Steinberggasse das Rennen. Nach einem kräftezehrenden Gegenanstieg erforderte der rasante Zielschuss nochmal sämtlichen Mut der Starter. Auf dieser Teilstrecke dominierte Sepp Boigs von der Bergwacht Berchtesgaden mit einem Vorsprung von knapp einer halben Minute auf Tom Aigner aus Marzoll und Florian Buchner vom Team Cafe Weinmüller 1. Bei den Damen siegte Gaby Dengler vom gastgebenden SK Bad Reichenhall vor Lisi Häusl vom SV Marzoll. Trotz eines Sturzes kurz vor dem Ziel konnte sich Miriam Morawietz von den Damen des Cafe Weinmüller den dritten Rang sichern.

 

Im Reitertrett erfolgte dann der fliegende Wechsel an die Skitourenrennläufer. Für den zweiten Abschnitt hatten die Streckenverantwortlichen Hans Weber und Luggi Hartl eine anspruchsvolle Streckenführung gefunden. Sie führte über kopiertes Gelände mit knackigen Aufstiegen und Tiefschneeabfahrten in ständigem Wechsel. Die spektakuläre Schussstrecke kurz vor der Wechselzone stellte alle Läufer noch einmal vor eine besondere Herausforderung. Die Bestzeit erzielte hier Martin Leitner vom SC Jettenberg vor den zeitgleichen Peter Bauer (TSV Siegsdorf) und Peter Wohlschlager (SV Marzoll). In der Damenkonkurrenz konnte Petra Mayr vom SK Bad Reichenhall überzeugen. Sie siegte überlegen vor Eva Seidl (Cafe Weinmüller) und Karin Wohlschlager (SV Marzoll).

 

Mit der Zieldurchfahrt auf der Skitourenstrecke starteten die Langläufer. Der von Hermann Votz und seinem Team vorbereitete rd. 5 km lange Rundkurs, musste von den Herren zweimal und von den Damen einmal im klassischen Stil absolviert werden. Auf der langen Strecke setzte sich Wasti Wimmer vom SC Jettenberg mit einem deutlichen Abstand von über zwei Minuten gegenüber Gerhard Reithmeier vom Team „Reidl mit zwoa Beidl“ durch. Auf Platz 3 kam Michael Schallinger vom Cafe Weinmüller ins Ziel. Auch in der Damenwertung lief Raphaela Sieber vom Team „HaRakIri“ einen überlegenen Sieg heraus. Auf den Plätzen folgten Vroni Gröbner von den Cafe Weinmüller Mädls und Johanna Schäfer vom SK Bad Reichenhall.

 

In der Gesamtwertung konnte sich mit einem überzeugenden Vorsprung von genau vier Minuten das Team SC Jettenberg 1 in der Besetzung Christian Bauregger, Martin Leitner und Wasti Wimmer gegen die Zweitplatzierten vom SV Marzoll I (Tom Aigner, Peter Wohlschlager und Rene Hellmann) durchsetzen. Auf dem dritten Podestplatz landete die Mannschaft „Reidl mit zwoa Beidl“ mit Christian Brüderl, Roman Angerer und Gerhard „Reidl“ Reithmeier. Bei den Damen stand das Team „HaRakIri“ der Besetzung Iris Dorsch, Johanna Weber und Raphaela Sieber ganz oben auf dem Treppchen. Dahinter platzierten sich die Cafe Weinmüller Mädls (Miriam Morawietz, Eva Seidl und Vroni Gröbner) und die Damen vom SK Bad Reichenhall (Gaby Dengler, Petra Mayr und Johanna Schäfer).

 

Bei der Siegerehrung dankten die verantwortlichen Organisatoren Stefan Häusl und Sepp Ringlstätter all denen, die maßgeblich an der Durchführung des Wettkampfes beteiligt waren. Ohne die Unterstützung beispielsweise der Bergwacht Bad Reichenhall, der Erprobungsstelle in Oberjettenberg, den Wirtsleuten der Traunsteiner Hütte und vor allem den Sponsoren und dem rd. 40-köpfigen Helferteam, wäre diese Veranstaltung nicht zu realisieren. Als besonderen Gast konnten sie Karl Wieser begrüßen, der bereits am ersten Anderl-Hinterstoißer-Gedächtnislauf im Jahre 1948 teilgenommen hat und immer wieder interessante Anekdoten aus der Geschichte des Rennens zu erzählen weiß. Nachdem die offizielle Siegerehrung beendet war, wurde noch viel über Zeiten und Platzierungen diskutiert und gerechnet was gewesen wäre, wenn ... . Ein Großteil der Teilnehmer verabschiedete sich mit dem Versprechen, im nächsten Jahr bei seiner 60. Auflage wieder bei diesem einmaligen Event dabei zu sein.

 

 

Ergebnisse und Bilder 2016


58. Anderl-Hinterstoißer-Gedächtnislauf am 12. April 2015

Auszug aus dem Bericht im Reichenhaller Tagblatt vom 17.04.2015:

 

BAD REICHENHALL (bit) - Zum 58. Mal führte der SkiKlub Bad Reichenhall jüngst seinen beliebten und außergewöhnlichen Anderl-Hinterstoißer-Gedächtnislauf. Rechtzeitig zum Start auf 2.253 Metern Seehöhe riss es auf und bescherte den zwölf Mannschaften zu je drei Wettkämpfern, darunter ein Damen-Team, eine traumhafte Kulisse auf der Hochebene auf der Reiter Alpe. Das verantwortliche Organisationsteam um Sportwart Sepp Ringlstätter und Wettkampfleiter Stefan Häusl hätte sich freilich mehr Sportler bei ihrem alpinen Staffellauf für Dreierteams gefreut. Unterkriegen lassen sie sich deshalb nicht, im Gegenteil. Letztlich waren alle glücklich, dass der Wettkampf überhaupt stattfinden konnte, schließlich musste er 2014 aufgrund miserabler Schneelage abgesagt werden. Durch die Schneefälle kurz vor Ostern war die Durchführung in diesem Jahr kurzfristig doch noch gesichert.

 

Unter den Teilnehmern befand sich heuer auch der Traunsteiner Jonas Dobler, DSV-Kadermitglied Skilanglauf, in der abgelaufenen Saison unter anderem auf Gesamtrang 17 der "Tour de Ski" und damit bester Deutscher sowie 3. Deutscher Meister über die 50 Kilometer klassisch. Mit seinem Siegsdorfer Team vom "Cafe Weinmüller" gewann der Profi dann auch souverän die Teamwertung vor dem SC Jettenberg I und dem SC Unken. Der heimische Skiclub auf Jettenberg erhielt bei der Siegerehrung einen Ehrenpreis - einen Meter Brot -, weil er gleich drei Mannschaften an den Start brachte. Schnellster auf den Skitouren-Brettern (1. Teilstrecke) war Peter Wohlschlager vom SV Marzoll, bester Abfahrer (2. Teilstrecke) der Unkener Markus Speicher.

 

Am Abend vor dem Rennen ging's zünftig beim Hüttenabend zu, mit Tischkraxeln, Fingerhakeln und einer guten Brotzeit der Wirtsleute der Neuen Traunsteiner Hütte Maresi Herbst und Tom Krüger, ehe in der Hütte und den umliegenden Kasern übernachtet wurde. Nach dem Rennen brachte die Bahn wieder alle gut ins Tal, einige fuhren mit Skiern ab. Eigentlich steigt der „Hinterstoißer“ stets am ersten April-Sonntag, nur wenn dieser auf Ostern fällt, wie in diesem Jahr, findet er eine Woche später statt.

 

 Bei der Siegerehrung im Gasthof Bürgerbräu in Bad Reichenhall konnte Stefan Häusl jedem Teilnehmer dank der vielseitigen Unterstützung örtlicher Firmen und Einrichtungen Pokale und Sachpreise übergeben. Er dankte unter anderem der E-Stelle Oberjettenberg, den Hütten-Wirtleuten und vor allem der gut 30-köpfigen Helfercrew. Als Kernteam arbeiten stets ab November des Vorjahres Gaby Dengler, Petra Mayr, Hilde Mörtel, Stefan Häusl und Sepp Ringlstätter am Gelingen des „Hinterstoißers“ und erhalten den Bewerb somit am Leben. Denn nach der 50. Auflage vor einigen Jahren stand er schon einmal vor dem Aus. „Wir wollen weitermachen, das Rennen so weiter bestehen“, gab Stefan Häusl unmittelbar nach der 58. Austragung bekannt.

 

 

 

 

 

 

Das einzige Damenteam am Start

kam aus Waging:

Bettina Eder, Lena Hainz und Veronika Gröbner

 

 

 

 

 

 

Karl Ronsberger aus Bodenmais

mit seiner ureigensten Abfahrtstechnik

auf der 1. Teilstrecke

 

 

Viele fleißige Helfer des ausrichtenden

Skiklubs Bad Reichenhall mit Wettkampf-

leiter Stefan Häusl (rechts) präparierten

die Pisten und Loipen, um den Teilnehmern

bestmögliche Bedingungen im tiefen Schnee

zu bieten. Das schwierigste ist das Herrichten

der Langlaufloipe.

Ergebnisse 2015


Ergebnisse des 57. Anderl-Hinterstoißer-Gedächtnislaufes am 7. April 2013


Ergebnisse des 56. Anderl-Hinterstoißer-Gedächtnislaufes am 1. April 2012